NEKANE - EINE VON UNS

Nachdem die baskische Journalistin Nekane Txapartegi vor rund eineinhalb Jahren freigelassen wurde, droht ihr die spanische Justiz nun erneut mit einem Haftbefehl. In tiefer Solidarität und grosser Wut auf die herrschenden patriarchalen Strukturen sind wir daher am frühen Samstagmorgen in Winterthur für dieses Foto gemeinsam auf die Strasse gegangen.

Eine gewisse Zeit lang konnten die Schweizer Behörden dem Dilemma, unsere Genossin an einen Folterstaat auszuliefern aus dem Weg gehen. Sollten sie Nekane ausliefern, würden sie ihre eigene sogenannte humanitäre Tradition komprimittieren. Denn dass in Spaniens Knästen gefoltert wird, lässt sich nicht wegdiskutieren, es existieren genügend Beweise hierzu. Gehen sie allerdings nicht auf das spanische Gesuch ein, riskieren sie diplomatische Spannungen – was die ach so neutrale Schweiz natürlich auf jeden Fall vermeiden will.

Die Drohung mit einem neuen Haftbefehl gegen Nekane basiert auf dem gleichen unter tagelanger Folter und Vergewaltigung erzwungen Geständnis von 1999. Nach der Vorladung von Nekane zur Videokonferenz bei der Bundesanwaltschaft Bern zur Befragung durch das spanische Sondergericht Audiencia Nacional am 22.05.2019, wollen sie nun erneut einen Haftbefehl erlassen und die Schweiz mit einem Auslieferungsgesuch konfrontieren.

Wir wehren uns gegen die erneuten Angriffe auf unsere Genossin Nekane – ein Angriff auf eine ist ein Angriff auf alle!

Zerschlagen wir die sexistischen und patriachele Strukturen!

Freiheit für alle politschen Gefangenen!

Hoch die Internationale Solidarität!

Winterthur, 9. Juni

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