Solidarität mit dem Hungerstreik der türkisch-kurdischen Bewegung

Vor einem halben Jahr hat Leyla Güven, Abgeordnete der HDP, im Gefängnis von Diyarbakir einen Hungerstreik begonnen, den sie bis heute konsequent führt. Der von ihr initiierte Kampfzyklus hat in der Türkei eine enorme politische und gesellschaftliche Dynamik angenommen. Tausende politische Gefangene haben sich dem Hungerstreik angeschlossen, darunter GenossInnen der PKK, der MLKP oder der TKP/ML, während sich ausserhalb der Knäste weltweit Tausende solidarisieren und mit Solidaritätshungerstreiks, Demonstrationen, Kundgebungen und Veranstaltungen die Forderungen der Streikenden unterstützen: Aufhebung der Isolation von Abdullah Öcalan und Kampf dem AKP-Regime.

Angesichts der politischen Bedingungen in der Türkei unter dem autoritären islamistisch-nationalistischen Regime der AKP ist der Charakter des Streiks sowohl was seine Forderungen wie was seine Kampfform angeht klar offensiv. Der Hungerstreik ist ein einender Bezugspunkt der kämpfenden Linken, er schafft Bewegung und dadurch Räume für eine revolutionäre Politik, deren Spielraum durch die Repression der Regierung in den vergangenen Jahren erheblich eingeschränkt wurde. Der Streik ist zugleich eine neue Kampffront gegen das AKP-Regime wie Bestandteil der bestehenden ArbeiterInnen-, Frauen- und Befreiungskämpfe in der Türkei.

Der revolutionäre Kampf in der Türkei sowie der revolutionäre Prozess in Rojava sind zentrale Bezugspunkte für die revolutionäre Linke weltweit. Sie sind inspirierend und ermutigend, lehrreich und wertvoll, stolz und mächtig. Entsprechend ihrer Bedeutung für unsere Seite werden sie von den reaktionären und imperialistischen Kräften angegriffen: Ob in den Bergen Kandils, den Weiten Rojavas, dem kurdischen Südosten der Türkei oder den proletarischen Quartieren in den Grossstädten des Landes, überall kämpft die revolutionäre türkisch-kurdische Linke gleichzeitig gegen den Angriff der Gegenseite und für den Aufbau der eigenen Seite. Angesichts dieser Realitäten gilt allen kämpfenden Kräften in der Türkei und Kurdistan unsere vollste Solidarität, unabhängig von Ort und Form des Kampfes.

Solidarität heisst Widerstand – Kampf dem Faschismus in jedem Land!

Revolutionärer Aufbau Schweiz

Mai 2019, aufbau.org